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Selbstverständnis Netzwerk Flucht und Migration Chemnitz

Migration und Flucht prägen weltweit gegenwärtige gesellschaftliche Verhältnisse auf verschiedensten Ebenen des politischen, sozialen, rechtlichen und nicht zuletzt des alltäglichen Lebens. Migrations- und Fluchtbewegungen tangieren dabei Fragen des Zusammenlebens, der Zugehörigkeit, des Ein- und Ausschlusses und stellen Grenzen in symbolischer, territorialer und zugleich ethischer Hinsicht sowie ihre proklamierte Legitimität und Notwendigkeit in Frage.

Global ungleiche Lebensverhältnisse und -chancen, eklatante Unterschiede in Hinblick auf den Zugang zu immateriellen und materiellen Gütern sowie eine verweigerte gleichberechtigte Partizipation an politischen Entscheidungsprozessen für einen Großteil der Weltbevölkerung zeigen die Notwendigkeit auf, sich mit Migrations- und Fluchtbewegungen sowohl im eigenen Alltag und damit dem unmittelbaren sozialen Umfeld, als auch auf nationaler und transnationaler Ebene auseinanderzusetzen und eine breite, gesellschaftskritische Debatte anzuregen.

Das Netzwerk Flucht und Migration in Chemnitz versteht sich als ein Ort, an dem über aktuelle Entwicklungen, politische Entscheidungen, mediale Diskurse, wissenschaftliche Auseinandersetzungen und alltägliche Situationen, Begegnungen und Konfrontationen mit dem Thema Migration und Flucht diskutiert, reflektiert und praktisch zusammengearbeitet werden soll. Durch die Vernetzung verschiedener Vereine, Organisationen, wissenschaftlicher Einrichtungen aber auch Einzelpersonen wird das Ziel verfolgt, eine möglichst breite Perspektive und einen ebenso vielfältigen Zugang auf das heterogene Thema Migration und Flucht zu entwickeln und in der praktischen Arbeit umzusetzen.

Das Netzwerk Flucht und Migration in Chemnitz hat sich Anfang 2014 angesichts der rassistischen Mobilisierungen gegen Flüchtlingsunterkünfte in Schneeberg und Chemnitz gegründet. Im Netzwerk sind Chemnitzer Vereine und Initiativen sowie Einzelpersonen unterschiedlicher Herkunft aktiv. Wir sind solidarisch mit aktuellen Kämpfen von Refugees. Durch Öffentlichkeitsarbeit, Veranstaltungen und Aktionen wollen wir für die Situation von Refugees und rassistische Zumutungen sensibilisieren sowie Druck auf politische Akteure ausüben. Wir unterstützen und organisieren konkrete Hilfeleistungen zur Verbesserung der Situation von Refugees und Asylsuchenden.

Kein Mensch ist illegal.

(Stand: Januar 2015)
Kontakt: netzwerk-flu-mi2013@tu-chemnitz.de