Jahreskonferenz am 12. und 13.12.2015 zum Thema „Herausforderung kommunaler Asylpolitik“ in Chemnitz

Jahreskonferenz am 12. und 13.12.2015 zum Thema „Herausforderungen kommunaler Asylpolitik“ in Chemnitz
Für das einleitende Grundsatzreferat konnten wir (Kommunalpolitisches Forum Sachsen e.V.) den ehemaligen Ausländerbeauftragten des Freistaates Sachsen, Prof. Martin Gillo gewinnen, der seine Perspektiven auf die aktuelle Asylpolitik des Freistaates Sachsen darlegen wird. Schwerpunkte der zweitägigen Konferenz werden u. a. sein: Kooperation von Bund und Kommune, Unterbringung und Betreuung von minderjährigen Flüchtlingen, Unterbringungskonzepte im ländlichen Raum, Selbstorganisation von Flüchtlingen, Soziale Betreuung von Flüchtlingen und nachträglich noch hinzugekommen: Arbeitsmarktzugang für Geflüchtete.
Der Programmablauf ist zeitmäßig so großzügig gestaltet, daß ausreichend Zeit für den Austausch zwischen den Teilnehmern verbleibt, welches ein wichtiges Anliegen dieser Konferenz darstellt.

Die Konferenz findet im Penta-Hotel, Salzstraße 56, 09113 Chemnitz statt. Der Teilnehmerbeitrag beträgt 10,- Euro, ermäßigt 5,- Euro. Im Teilnehmerbeitrag enthalten sind alkoholfreie Tagungsgetränke, sowie die Übernachtungskosten im Tagungshotel. Um verbindliche Anmeldung zweck Buchung der Übernachtungen wird gebeten.

Programmablauf: PDF ASYl

Kontakt und Anmeldung:

Kommunalpolitisches Forum Sachsen e.V.
Großenhainer Straße 99
01127 Dresden
Telefon: 0351 – 4 82 79 -44 / -45
Fax: 0351 – 7 95 24 53
E-Mail: info@kommunalforum-sachsen.de
Internet: http://www.kommunalforum-sachsen.de/
Facebook: ‚kommunalforumsachsen

Projekt „PLATTFORM“ (Crossmedia-Kampagne Mehrweg e.V.)

Der Mehrweg e.V. ist ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Leipzig. Unter dem Leitbild „Mit Menschen auf dem Weg“ werden verschiedene Angebote für Kinder und Jugendliche realisiert. Dazu zählen neben einer Vorleseinitiative in Leipziger Kliniken auch ein Tandemprojekt, bei dem sogenannte „TandemritterInnen“ mit behinderten Kindern Tandem fahren. Alle Projekte werden durch das Engagement von ehrenamtlich Tätigen möglich gemacht. Der Mehrweg e.V. steht für Weltoffenheit, Engagement und solidarisches Miteinander. Sein Anliegen ist es, Mitmenschen im Alltag zu unterstützen – unabhängig von Merkmalen wie Herkunft, Religion, Alter oder Geschlecht.Ein relativ neues Vorhaben ist der Betrieb der sogenannten „PLATTFORM“. Diese ist ein umgebauter Schaustellerwagen, welcher von einem Oldtimer-LKW durch die ländlichen Gebiete Mitteldeutschlands gezogen werden soll. Die „PLATTFORM“ bietet mit 24 qm genug Platz für verschiedene Kulturangebote, die sich hauptsächlich an Kinder und Jugendliche richten. Ob Bühne, Lesungen oder auch „Probier-es-aus“-Werkstätten – je nach Bedarf kann der mobile Kulturbetrieb beispielsweise an Schulen, Kitas, Vereinen, Flüchtlingsunterkünften und ähnlichen Einrichtungen Halt machen. Der Gedanke dahinter: Soziokulturelle Angebote sollen dorthin gebracht werden, wo es nichts Vergleichbares gibt. Das Projekt steht unter dem Motto „Begegnen – Beschäftigen – Bilden“.
Von April dieses Jahres bis einschließlich Januar 2016 unterstützen nun 16 Medienstudenten der Hochschule Mittweida im Rahmen der Module „Crossmedia“ und „Projektmanagement“ den Verein. Sie führen eine crossmediale Kampagne auf unterschiedlichen Kanälen durch, mithilfe derer insbesondere das aktuelle Projekt PLATTFORM beworben werden soll. Dazu zählen u.a. die Bereiche Bewegtbild (Produktion eines Crowdfundingvideos), Print (Erstellung von Flyern) oder auch Event (Organisation verschiedener Veranstaltungen). Zentrales Event war das sogenannte „Kick Off“ am 31. Oktober 2015, bei dem der Startschuss für eine bis zum 13. Dezember ausgelegte Crowdfundingkampagne fiel. Mit den gesammelten Spendengeldern soll die PLATTFORM ausgebaut und zum Rollen gebracht werden. Des Weiteren sollen insgesamt drei versicherungspflichtige Arbeitsplätze geschaffen werden, zwei davon für Flüchtlinge. PLATTFORM wird dadurch auch zu einem Ort der Integration und des kulturellen Miteinanders.

Realisiert wird die Kampagne auf Startnext.
Den aktuellen Stand des Projektes kann man auch auf Facebook verfolgen.

Kontakt für Rückfragen:
Ann-Kathrin Bertenrath
abertenr@hs-mittweida.de

Refugee Guide

http://www.refugeeguide.de/de/
Dieser Link ist eine Orientierungshilfe, die nützliche Tipps und Informationen für das Leben in Deutschland enthält. Angeregt wurde diese Orientierungshilfe durch Fragen, die viele Geflüchtete immer wieder stellen. Die Hinweise in dieser Orientierungshilfe sollten weder als Gesetze noch als bindende Regeln wahrgenommen werden. Die Menschen in Deutschland werden sich nicht immer verhalten wie hier beschrieben. Trotzdem sind die hier beschriebenen Verhaltensweisen für die meisten Menschen in den meisten Situationen üblich.

Diese Orientierungshilfe richtet sich an Besucher, Geflüchtete und zukünftige Bürger Deutschlands. Sie dient der Orientierung in der ersten Zeit des Aufenthaltes. Diese Orientierungshilfe richtet sich speziell an Geflüchtete, die noch nicht an staatlichen Integrations- und Deutschkursen teilnehmen können. Sie wurde v.a. von Studenten und Doktoranden mit verschiedensten (geographischen und kulturellen) Hintergründen erstellt. Das BAMF (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge) bietet keine solche Orientierungshilfe an (Stand: September 2015).

Der einzige Zweck dieser Orientierungshilfe ist die Vermittlung nützlicher Informationen. Nichtsdestotrotz ist bekannt, dass einige der Hinweise als überheblich oder abwertend empfunden werden können. Dies wurde bei der Erstellung kontinuierlich kritisch hinterfragt und reflektiert. Um dieser Unsicherheit zu begegnen, wurde diese Orientierungshilfe in enger Zusammenarbeit mit Menschen aus verschiedensten Ländern verfasst (mit Menschen aus Syrien, Afghanistan, Sudan, Ägypten, Palästina und anderen Ländern; sowie mit Menschen, die kürzlich nach Deutschland immigriert sind). ProAsyl hat den vorliegenden Inhalt (auf Basis der englischen Version) als einwandfrei befunden, und etliche Zuwanderer haben betont, eine solche Infobroschüre bislang vermisst zu haben.

Die Einbindung von Geflüchteten beim Entwurf dieses Guides war von großer Bedeutung. Mit den Geflüchteten wurde auch viel darüber gesprochen, inwieweit diese Orientierungshilfe als überheblich und abwertend wahrgenommen wird. Diese Annahme wurde von den Geflüchteten deutlich zurückgewiesen. Im Gegenteil, es wurde um Informationen wie diese gebeten.

Dieser teilweise bebilderte Ratgeber ist in mehreren Sprachen erhältlich – online und mit der Möglichkeit ihn auszudrucken.

Der Druck (bzw. die professionelle Auflage) dieser Infobroschüre ist wünschenswert und angestrebt. Falls Sie uns dabei unterstützen können und wollen, würden wir uns freuen, von Ihnen zu hören: info@refugeeguide.de

Good 4 Refugees

Goods 4 Refugees ist ein intuitiv zu bedienendes Online-Portal im Rahmen der Flüchtlingshilfe, auf dem Spenden, Tätigkeiten, materielle und immaterielle Unterstützung angeboten und gesucht werden können. Organisationen aus allen Städten Deutschlands können sich anmelden und ihre Sucheinträge und Angebote einstellen. Das Portal soll einen zentralen Anlaufpunkt für die Information hilfsbereiter Bürger_innen zu allen Belangen der jeweils örtlichen Flüchtlingshilfe bieten.
Organisationen und Personen können sich über das Anmeldeformular (Startseite ganz unten:http://goods4refugees.org/#contact) anmelden und die Zugangsdaten für den Account werden daraufhin zugeschickt. Good 4 Refugees legen die Seite mit den Organisationsinformationen an, dann können die Gesuche und Angebote selbst eintragen und aktualisiert werden.
Kontakt und Feedback gern an jeanette@goods4refugees.org oder jens@goods4refugees.org (Technik).

http://goods4refugees.org/

Bericht vom Refugees Welcome Kickerturnier vom 10.07.2015

Bericht aus Chemnitz: Refugees Welcome Kickerturnier

Kicker wird überall auf der Welt gespielt. Deswegen veranstaltete das Netzwerk Flucht und Migration Chemnitz am 10.07. 2015 ein Kickerturnier für Migrantinnen und Migranten, Geflüchtete und alle anderen Chemnitzer Bürgerinnen und Bürger. Mehrsprachige Flyer und Einladungen wurden über Netzwerkpartner an die Menschen in Flüchtlingsunterkünften und in Jugendeinrichtungen der Stadt verteilt. Die insgesamt 15 Kickertische wurden von verschiedenen Jugend- und Kultureinrichtungen zur Verfügung gestellt und mit einem LKW aus den lokalen Jugendzentren ins Stadtzentrum gebracht.
Insgesamt haben sich 29 Teams angemeldet, es wurde stundenlang gekickert. In einem spannenden Finale hat das Team „Nordafrika“ den ersten Platz gemacht. Ein Kickertisch konnte an eine Asylunterkunft in Glauchau gespendet werden. Die Einnahmen gingen an ein lokales Projekt, das sich traumatisierten Kindern und Jugendlichen widmet.
Mit der Veranstaltung wurde eine Möglichkeit geboten, in Kontakt und ins Gespräch zu kommen. In inhaltlichen Beiträgen und an Info-Ständen wurde auf die menschenunwürdige Situation von Flüchtlingen, auf das tödliche europäische Grenzregime und den Rassismus, der den Geflüchteten zum Beispiel als PEGIDA/Cegida entgegen schlägt, aufmerksam gemacht. Das Netzwerk Flucht und Migration unterstützt die aktuellen Kämpfe von Refugees für Bleiberecht und ein menschenwürdiges Leben. Kein Mensch ist illegal.